2006-12-06
Mein Kampf – Ich gegen Ich
Es geht schlicht um Ich gegen "Ich", der Kampf mit mir selbst. Seit Sigmund Freud wissen wir, dass wir nicht nur aus einem Ich bestehen, vielmehr aus deren dreien, welche ich kurz erläutern möchte, um das Verständnis zu ermöglichen. Das "Es" ist der vegetative Teil der Psyche, der meist im Untergrund verbleibt und die grundlegenden Instinkte und Triebe des Menschen umfasst. Das "Über-Ich" übernimmt die Funktion des Gewissens und leitet das "Ich". Und zu guter letzt gibt es noch das "Ich", welches bewusst Erfahrenes beinhaltet und zwischen "Es" und "Über-Ich" vermittelt.
Da frage ich mich: Welchem "Ich" kann ich nun trauen? Dem "Es", dem "Über-Ich", oder doch dem "Ich"? Schwer, dies zu verallgemeinern. Steht man nämlich vor einer solchen Frage, wirft man wohl am besten eine Münze, da es sowieso keinen Kompromiss zu finden gibt. Wenigstens lässt sich der Entscheid im Nachhinein mit Zufall vertreten, so dass sicher kein "Ich" ein schlechtes Gewissen haben muss. Ein ewig andauender Kampf mit sich selbst, der uns erst recht am Leben erhält, auch wenn man sich nur zu oft eine Meinung weniger wünschte. Demokratie gibt es hier meist nicht. Mein ganz persönlicher Kampf eben.
Erwähnt sei noch, dass auch Horoskope jedem "Ich" nur das geben, was es auch hören will. Und eigentlich ist das nur gefundenes Fressen, den Kampf noch weiter anzustacheln ist. Ich bin mal gespannt, welches "Ich" als nächstes ein blaues Auge bekommt, einer Münze wegen.
