2006-06-16
Best of Sequenz-Trickfilme und die Reise ans linke Seine-Ufer
Rive Gauche, was so viel wie das linke Seine-Ufer bedeutet, lüftet im Grunde schon das Geheimnis. Rive Gauche, der Grundstein von Paris zu Zeiten der Römer. Ein magischer Ort, an welchem auch heute noch Kult gelebt wird. Besser könnte man eigentlich Rive Gauche als Band auch nicht umschreiben, als dass sie die Musik leben. Stilvoller Electronicsound, der mich vom ersten Ton an in Bann zog. Nur schade, freuten sich die meisten Besucher wohl eher auf die bevorstehenden Trickfilme, als der wunderschönen Musik zu lauschen.
Für die einen deshalb schnell genug, für die andern zu schnell, war der Zauber vorbei. Es war Zeit, sich den kurligen, kleinen Filmen aus St. Gallen zu widmen, die Seele baumeln zu lassen und zu kosten, was St. Gallen seit 2002 alles an Trickfilmen zu Tage brachte. Nicht, wie nun der St. Gallenfeindliche denken könnte, würde es sich um triste Kost handeln, nein, hinter den Bildschirmen der Stadt laufen ganz andere Sachen ab. Zusammen gekommen sind so über 180 Minuten Filmmaterial, aus denen die 55 besten Minuten gezeigt wurden.
Mit dabei das Skandalträchtige "Japanese Girls", welches schon St. Galler Ortnungshüter ins Rasen brachte, und all dies nur wegen eines etwas zu freizügigen Japanese Girls? Einer der auf keinen Fall fehlen durfte war Simon Oberli, der wohl "bekannteste" aller St. Galler Trickfilme, hat es sogar mit zwei Filmen auf den Silberling geschafft. Mit dabei natürlich sein zum Kultfilmchen erkorenem "Last Final Attak From Other Space", einer weiteren Weltraumbedrohung unseres Weltfriedens.
St. Gallen hat doch Klasse, das beweisen die Sequenz Trickfilmabende nun schon seit 2002, so auch wieder am Kulturfestival. Da kann ich nur froh sein, ist Hollywood nicht in St. Gallen, denn wo fände ich dann die vielen kleinen Trickfilme?
